An der Küste Perus

Da schon mal in der Gegend, besuchten wir natürlich Noras Freunde in Lima, die große Freude an unserer „Wohnungsbesichtigung“ hatten. Die drei Tage in der Großstadt verbrachten wir hauptsächlich mit Schlemmen. Gecampt haben wir vor einem Hostel im hübschen Miraflores – zwar eigentlich mitten auf der Straße, aber dafür in Gehdistanz zum Meer und zu Noras Lieblingsrestaurants.


Weiter ging es in die Küstenwüste bei Paracas. Da wir beide den Nationalpark im letzten Jahr bereits mit einer geführten Tour besucht haben, entschieden wir uns den ohne eigenes Fahrzeug nicht zu machenden Teil des Parks zu erkunden. Wir wurden nicht enttäuscht: Die teils sandige, teils felsige Wüste, die direkt auf das tiefblaue Meer trifft, ist traumhaft. Umso schöner, dass es überall im Park erlaubt ist, zu campen. Wir suchten uns einen Platz direkt an den Klippen, von wo aus wir einen herrlichen Sonnenuntergang bestaunten und uns ebenso am Frühstück im strahlenden Sonnenschein erfreuten.

Wenige Stunden weiter südlich liegen die sagenumwobenen Nazca-Linien. Noch immer weiß niemand so genau, warum und wie das Volk der Nazca sie erschaffen hat. Insgesamt sind in die Wüste um Nazca mehr als 800 gerade Linien, 300 geometrische Figuren und 70 Pflanzen- und Tierbilder eingraviert. Drei von ihnen erkundeten wir von einer Aussichtsplattform gleich an der Panamericana aus. Da die Linien vom Boden aus kaum zu erahnen sind, wurden sie erst in den 1930er Jahren von Piloten entdeckt, die das Gebiet überflogen. Von da an lief die Erforschung der mysteriösen Linien, die als der größte astronomische Kalender der Welt gelten, auf Hochtouren.