Machu Picchu

Die Inkastadt Machu Picchu ist der Touristenmagnet schlechthin in Peru. Da wir aber – vor allem nach unserem Besuch von Cusco – ganz schön gesättigt waren von den Touristenmassen, überlegten wir hin und her, ob wir die etwas aufwändigere Anreise nach Machu Picchu wirklich auf uns nehmen wollten. Letzten Endes entschieden wir uns aber doch für einen Besuch, zumal wir ja nicht von den teils recht dubiosen Touranbietern abhängig waren und wir in unserem Bus einen Großteil der Anreise selbst bewältigen konnten.

Nach einer kurvenreichen Fahrt über windige Andenpässe ging es bald in niedrigere und vor allem tropisch-heiße Gefilde. Da Machu Picchu selbst nicht mit dem Auto zu erreichen ist, verbrachten wir die Nacht im Flusstal unterhalb der Ruinenstätte und ließen den Bus am nächsten Morgen auf dem Campingplatz stehen, um die Wanderung zum Dorf Aguas Calientes anzutreten – immer entlang der Bahnstrecke, die sich von Cusco kommend Machu Picchu nähert. In Aguas Calientes stiegen wir auf einen Bus um, der uns über die etlichen Serpentinen bis an unser Ziel fuhr.

Wo das Amazonasbecken auf die peruanischen Anden trifft, liegt auf 2400 m Höhe und von tropischen Wäldern umgeben die im 15. Jahrhundert erbaute Anlage, um die sich auch noch heute viele Mythen ranken. Eine offene Frage ist, aus welchem Grund die Inkas Machu Picchu eigentlich vor Fertigstellung des Komplexes verlassen haben. Wiederentdeckt wurde die bis dahin „verschollene“ Stadt offiziell erst 1911 vom für die Yale Universität arbeitenden Forscher Bingham.

Uns hat an Machu Picchu vor allem die traumhafte Lage beeindruckt: die umliegenden, wild bewachsenen Andengipfel, das Flusstal unterhalb und die steil abfallenden Hänge, auf denen die Inkaterrassen und einige Wohnhäuser thronen.

Wie uns natürlich klar war, waren wir bei weitem nicht die einzigen Besucher der alten Inkastadt – aber wir hatten erwartet, dass Touristenmassen störender sein würden. Alles in Allem hat uns der Besuch Machu Picchus gefallen. Es ist beeindruckend, was die Inkas auf diesen steilen Berghängen schon vor hunderten von Jahren für ein Monument erschaffen haben!