Unser neuer Post kommt entschuldigterweise mit ein wenig Verspätung (aber dafür mit vielen Fotos): Wir waren die letzten Tage in der Atacama-Wüste unterwegs und haben fast ausschließlich wildgecampt – ohne WLAN, aber dafür mit Natur pur.
Begrüsst hat uns die Wüste mit dem Gigante de Atacama. Den Titel Gigant trägt diese vor etwa 1000 Jahren mit Steinen gelegte Menschendarstellung zurecht, ist er doch mit seinen 86 Metern der größte Geoglyph seiner Art.
Nach einem Abstecher an die Küste bei Iquique besuchten wir den beliebten Ausgangspunkt für Wüstentouren, San Pedro de Atacama. Von da aus unternahmen wir eine Tour zu den Lagunen Miscanti und Miñiques, die auf frostigen 4100 m liegen. Dass wir mit dicker Kleidung losziehen mussten, war uns klar, aber den Schneesturm hatten wir dann doch nicht erwartet…
Gleich bei San Pedro liegt das Valle de la Luna. Die Namensgebung kommt nicht von ungefähr: Die bizarren Landschaften sollen an die Mondoberfläche erinnern – beurteilen können wir das nicht, dennoch fanden wir die Tour durch die vielen Felsformationen und riesigen Dünen lohnend.
Ein bisschen weiter entfernt und wieder hoch oben in den Anden auf 4000 m liegt das Geysirfeld von El Tatio. Aus etlichen Löchern im Erdboden sprudelt, spritzt und dampft das kochend heiße Wasser. Früh morgens, wenn die Umgebung noch gefrorenen ist, ist das Spektakel besonders beeindruckend. Nach der vorhergegangen eisigen Nacht, die wir bei einem Canyon mit recht witzig geformten Kakteen verbrachten, tat das Bad in dem von Geysiren gespiesenen Badebecken besonders gut.
Von El Tatio aus führte unser Weg wieder in Richtung Meer. Überrascht wurden wir von den karibisch anmutenden Stränden, die Chile zu bieten hat (aber leider keine karibischen Temperaturen, sondern eher eine frische Nordseebrise). Wir ließen es uns nicht nehmen, an den schönsten und einsamsten Exemplaren zu übernachten, mitsamt Barbecue über Kakteenholz – Camping wie aus dem Bilderbuch!
Wir sind nun unterwegs in den Süden Chiles. Die Atacama-Wüste haben wir hinter uns gelassen. Aktuell befinden wir uns im Valle de Elqui, einem subtropischen Tal in dem wieder allerlei leckere Früchte gedeihen – schon verrückt so nahe an der trockensten Wüste der Welt.


































