Im äußersten Norden Argentiniens und damit auf unserer letzten Etappe in diesem Land hatten wir es noch einmal mit drei argentinischen Berühmtheiten zu tun. Die einzige Person unter ihnen ist Ernesto „Che“ Guevara, dessen Geburtshaus wir besichtigten. Tief im Dschungel wurde er hier 1928 geboren und entwickelte sich dann zu einem der bekanntesten Revolutionäre und Guerillaführer überhaupt. In dem kleinen Museum konnten wir in seinen Tagebüchern stöbern und Fotografien aus seiner Kindheit und Jugend anschauen.
Noch etwas sehr Argentinisches ist der bereits im letzten Post erwähnte Mate. Die Pflanze, die die Basis für diesen koffeinhaltigen Tee ist, wächst hauptsächlich im Süden von Paraguay, in einem Gebiet Südbrasiliens und eben in der Provinz Misiones in Nordargentinien. Einige der Matefabriken dort bieten Führungen an und so hatten wir uns eine herausgesucht, die in unserer Reise-App iOverlander besonders gelobt wurde.
Dabei handelt es sich um eine landwirtschaftliche Kooperative, die in Spitzenzeiten bis zu 45 Tonnen Mate am Tag produziert. Ein kleiner Anteil davon wird sogar in die USA, nach Kanada, Chile, in den Libanon und nach Polen exportiert, wo das gemütliche Mate-Trinken scheinbar ebenfalls gewisse Anhänger gewonnen hat. Wer mag, darf gerne mal auf einen Mate bei uns vorbeischauen, wenn wir zurück sind 😉
Mindestens genau so stolz wie auf ihren Mate sind die Argentinier auf die Iguazú-Wasserfälle, die die Grenze mit Brasilien bilden. 2011 wurden sie in die Liste der Sieben Weltwunder der Natur aufgenommen. Über bis zu 80m hohe Schluchten stürzen sich etliche kleinere und größere Wasserfälle den Flusslauf hinab. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass die Guarani – die Ureinwohner dieser Region – dem Fluss Iguazú den Namen „großes Wasser“ gegeben haben.
Steht man auf einer der Brücken, die über die vielen Verzweigungen des Iguazú hin zu der „Abbruchkante“ führen, spürt man die gewaltige Wasserkraft, und das wortwörtlich: Am Aussichtspunkt über dem „Teufelsschlund“ bleibt nichts und niemand trocken. Gute Fotos zu machen ist deshalb an diesem Ort leider fast unmöglich.
Aber dieses kurze Video, das mal ein Besucher per Drohne aufgenommen hat, vermittelt ganz gut die Kraft der Wassermassen.
Auch bei unserer nächsten Station werden wir es wieder mit dem Thema Wasser zu tun haben, allerdings nicht in Form von Wasserfällen. Wir berichten in Kürze wieder – und zwar aus Paraguay.








